Naturinklusives Bauen | 3

Naturinklusives Bauen

Naturintegriertes Bauen bedeutet, Häuser oder andere Gebäude unter Berücksichtigung des Erhalts der Flora und Fauna zu bauen oder zu renovieren. Darüber hinaus werden Möglichkeiten zur Verbesserung der Biodiversität in der Umgebung geprüft.

Bei Neubauten, Renovierungen und Raumplanungen werden bei naturintegriertem Bauen Fledermäuse, Vogelarten wie Mauersegler, Haussperlinge und Schwalben, Insekten und Pflanzen berücksichtigt.

Die Natur wird sozusagen in die Bauweise integriert. Dies kann von der Integration von begrünten Dächern und Fassaden bis hin zur Entwicklung von Gebäuden mit maßgeschneiderten Einrichtungen für verschiedene Tierarten reichen.

Naturschutzrecht und naturinklusives Bauen

Der Naturschutz in Europa wird durch europäische Richtlinien und nationale Gesetze geregelt. Ein zentraler Bestandteil dieser Gesetzgebung ist der Schutz besonders und streng geschützter Tierarten. Diese dürfen weder gestört, gefangen noch getötet werden. Ebenso ist es verboten, ihre Fortpflanzungs- und Ruhestätten zu beschädigen oder zu zerstören.

Diese rechtlichen Vorgaben haben dazu geführt, dass naturinklusives und naturverträgliches Bauen zunehmend an Bedeutung gewinnt. Bauprojekte müssen heute den Artenschutz frühzeitig berücksichtigen und geeignete Maßnahmen vorsehen, um Lebensräume zu erhalten oder gezielt zu ersetzen.

Wie kann man naturinklusiv bauen?

Viele Tierarten nutzen Gebäude ganz bewusst als Lebensraum, zum Brüten, zur Aufzucht ihrer Jungen oder zum Überwintern. Besonders in dicht besiedelten Gebieten ersetzen Bauwerke zunehmend natürliche Strukturen wie alte Bäume, Felsen oder Hohlräume, die immer seltener werden.

Naturinklusives Bauen greift diese Entwicklung gezielt auf. Durch geeignete Maßnahmen lassen sich Gebäude so gestalten, dass sie zusätzlichen Lebensraum für Tiere bieten, ohne die Funktion oder Sicherheit der Bauwerke zu beeinträchtigen. Dazu zählen unter anderem integrierte oder aufgesetzte Nist- und Quartiermöglichkeiten für Fledermäuse, Mauersegler, Haussperlinge sowie für verschiedene Insektenarten.

Je nach Projekt und Bauphase können sowohl dauerhafte, fest in die Gebäudehülle integrierte Lösungen als auch temporäre Maßnahmen eingesetzt werden. Auf diese Weise lassen sich artenschutzrechtliche Anforderungen erfüllen und gleichzeitig wertvolle Lebensräume schaffen, ein zentraler Baustein des naturinklusiven Bauens.

Bei Neubauten lassen sich Nist- und Quartiermöglichkeiten für Arten wie Spatzen, Mauersegler und Fledermäuse in der Regel einfach und kosteneffizient integrieren. Voraussetzung dafür ist, dass diese Maßnahmen frühzeitig eingeplant werden. Die Einbindung eines (Stadt-)Ökologen bereits in der Planungs- und Entwurfsphase stellt sicher, dass geeignete Lösungen fachlich korrekt ausgewählt und optimal in das Gebäude integriert werden können.

Auch bei Sanierungs- und Renovierungsprojekten besteht vielfach die Möglichkeit, solche Einrichtungen nachträglich einzubauen. So können bestehende Gebäude aufgewertet und gleichzeitig wichtige Lebensräume für geschützte Arten geschaffen oder erhalten werden.

Neben der Bereitstellung von Brut- und Quartierplätzen spielt beim naturinklusiven Bauen auch die Gestaltung geeigneter Grünflächen eine zentrale Rolle. Naturnah angelegte Außenräume, öffentliche Grünflächen und Gärten fördern das Vorkommen von Insekten, Samen und Früchten. Diese bilden eine wichtige Nahrungsgrundlage für Vögel, Säugetiere und Amphibien und tragen wesentlich zu funktionierenden, artenreichen Ökosystemen bei.

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Bei Neubauten können relativ einfach und kostengünstig Einrichtungen für Spatzen, Mauersegler und Fledermäuse eingebaut werden. Beauftragen Sie dazu frühzeitig einen (Stadt-)Ökologen, damit die Einrichtungen bereits in der Planungs- und Entwurfsphase berücksichtigt werden können.

Auch bei Renovierungsprojekten können diese Einrichtungen integriert werden. Neben der Schaffung von Lebensräumen ist bei naturintegriertem Bauen auch die Anlage geeigneter Grünflächen im öffentlichen Raum und in Gärten von großer Bedeutung. Denn Insekten, Samen und Früchte sind eine Nahrungsquelle für Vögel, Säugetiere und Amphibien.

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