Renovieren mit Platz für geschützte Arten
Naturinklusives bauen erfordert Kenntnisse über Tierarten und eine gute Einbindung in die Planung. Bei Aurora hat sich Van Wijnen zu diesem Zweck mit Vivara Pro zusammengetan. Das Unternehmen lieferte für dieses Projekt Einrichtungen für Mauersegler und beriet hinsichtlich der Platzierung, der Abmessungen und der Ausgleichsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Sanierung.
Bei Renovierungsarbeiten geht oft bestehender Nistraum in Fassaden und Dächern verloren. Die Lebensräume für geschützte Arten wie Haussperling, Mauersegler oder Fledermäuse müssen kompensiert werden. Frank Peeters, Berater für Ökologie und Biodiversität, beschreibt die Lösungen von Vivara Pro: von der Beratung bis zur Produktion.
Entwürfe für das Verhalten der Art
Vivara Pro liefert Nistmöglichkeiten, darunter Einbausteine, die gemeinsam mit Experten und Naturschutzorganisationen entwickelt wurden. Diese Nistkästen müssen festgelegten, landesweiten Richtlinien entsprechen. Peeters: „Sie sind auf die Tiere abgestimmt. Die Einflugöffnung, die Bodenhöhe und der Innenraum müssen stimmen.“ Außerdem berät das Unternehmen hinsichtlich der Aufstellung in Abhängigkeit von der Windrichtung.
„Wir leisten im weiteren Sinne einen Beitrag zur Artenvielfalt“

Der Ansatz bei Aurora
Im Rahmen dieses Projekts beriet Vivara Pro auch hinsichtlich der Anbringung und Umsetzung von Maßnahmen zum Schutz der Mauersegler vor und während der Renovierung. „Bei Mauerseglern lässt sich dies geschickt auf die Saison abstimmen, da die Art im Herbst wegzieht und im späten Frühjahr zurückkehrt. So bleibt der Bestand während und nach der Renovierung erhalten.“
Der ausgewählte Einbaustein fügt sich nahtlos in das Mauerwerk ein. „Es handelt sich um einen dreischichtigen Stein, der somit perfekt in das Mauerwerk passt. Man sieht nur die Vorderseite des Nistkastens.“ Auch die Tiefe des Hohlraums spielt bei Renovierungen eine Rolle. Diese sind oft schmaler als bei Neubauten. Deshalb bietet Vivara Pro auch Varianten für solche bestehenden Fassaden an
Ökologie als integraler Bestandteil des Stadtviertels
Die Produktion erfolgt in Eigenregie auf der Grundlage von hauseigenen Entwürfen, die in Zusammenarbeit mit Naturschutzorganisationen entstehen. „Wir stellen die Holzbetonkästen selbst her. Mit drei europäischen Werken haben wir den gesamten Produktionsprozess in eigener Hand und können so stets ab Lager liefern, auch bei großen Stückzahlen oder Sonderanfertigungen.“ Vivara Pro blickt jedoch über einzelne Kästen hinaus. Das Unternehmen arbeitet an einem Gesamtpaket, das von Gründächern, einheimischer Bepflanzung und Fassadenbegrünung bis hin zu Krötentreppen und natürlicher Schädlingsbekämpfung reicht. Das Ziel ist es, einen Lebensraum zu schaffen, in dem auch geschützte Tierarten wirklich weiterleben können.
Hinzu kommen zunehmend auch Daten. Das Unternehmen arbeitet an einem KI-Überwachungssystem, mit dem es Forschungen zur Erfassung des Vorkommens und der Flugwege verschiedener Fledermausarten in einem Gebiet unterstützt. Diese Erkenntnisse können Kommunen dabei helfen, bei künftigen Sanierungsvorhaben ökologische Beratung leichter zugänglich zu machen. „Auf diese Weise leisten wir im weiteren Sinne einen Beitrag zur Biodiversität.“
Dies ist ein redaktioneller Beitrag, der in Zusammenarbeit mit Stedenbouw verfasst wurde.
